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MAI: Heuschnupfen

Kaum zieht der Frühling ins Land ist das Thema Heuschnupfen in aller Munde. Doch was genau versteht man darunter und was kann man dagegen tun?

Was passiert im Körper?


Unser Immunsystem schützt uns vor schädlichen Eindringlingen, wie zum Beispiel Viren und Bakterien, und sorgt so dafür, dass wir gesund bleiben. Bei Allergikern reagieren die Abwehrmechanismen aber nicht nur auf krankmachende Stoffe, sondern auch auf harmlose Eiweißstoffe wie Blütenpollen. Schon kleinste Mengen reichen aus um im Körper eine Entzündungsreaktion hervor zu rufen. Niesanfälle, Juckreiz im Rachen, eine rinnende oder verstopfte Nase und tränende Augen sowie häufig Kopfschmerzen und unerholsamer Schlaf sind die Folge. Leider wird so die Lebensqualität stark beeinträchtigt und man fühlt sich über Monate ständig niedergeschlagen und erschöpft.


Muss Heuschnupfen behandelt werden?


Eine Allergie muss als Krankheit ernst genommen und richtig behandelt werden. Bleiben allergische Beschwerden zu lange unbehandelt, muss man mit schwerwiegenden Folgen rechnen. Die allergische Entzündung wandert von Augen und Nase in Richtung Lunge und chronisches Asthma entsteht. Auch kann es zu irreversiblen Umbauvorgängen in den Atemwegen (Remodelling) kommen oder im schlimmsten Fall zu einem allergischen Schock führen. Das Angebot an Behandlungsmethoden ist groß und die Entscheidung für die Richtige fällt oft schwer.


Vertrauen Sie auf einen Allergologen und Ihre Apotheke und bedenken Sie, dass eine un- bzw. unterbehandelte Allergie meist dauerhafte Schäden zur Folge hat, welche nicht mehr rückgängig zu machen sind. Unterstützend können auch komplementäre (ergänzende) Behandlungsmethoden die Lebensqualität von Allergikern verbessern. Für einige Methoden wie Akupunktur, Atem- und Physiotherapie konnte eine Wirksamkeit bei Atemwegserkrankungen nachgewiesen werden und auch Schulmediziner empfehlen sie ergänzend zu klassischen Therapien.


Was kann ich tun?


Beim ersten Verdacht auf eine Allergie sollte man gar nicht erst lange warten, sondern sich rasch Gewissheit beim Arzt verschaffen. Nicht immer werden die Symptome richtig interpretiert und eine Selbstbehandlung auf Gut Glück birgt immer einige Gefahren. Doch kann es einem den Alltag erleichtern, wenn Sie sich einige Tipps während der Pollenflugzeit zu Herzen nehmen.



  • Finden Sie mit Hilfe des Pollenflugkalenders jene Pflanzen, auf die Sie allergisch reagieren und meiden Sie typische Standorte. Legen Sie Ihren Urlaub möglichst in die Zeit, in der zu Hause die meisten Pollen fliegen. Reisen Sie in pollenarme Gebiete wie Hochgebirge, Meer oder Wüstengebiete. oIn der Pollenflugzeit sollten Sie sich möglichst wenig draußen aufhalten. Insbesondere bei feucht warmer Luft oder auch bei sehr windigem Wetter sollten Sie den Gang nach draußen meiden, weil sich in dieser Zeit die Pollen noch schneller verbreiten.

  • Vermeiden Sie anstrengende Betätigungen im Freien. Bei körperlicher Anstrengung atmen Sie tiefer ein und nehmen so vermehrt Pollen auf.

  • Schließen Sie Fenster und Türen besonders für die Nacht und bei der Fahrt im Auto.

  • Waschen Sie sich abends vor dem zu Bett gehen die Haare, denn dort verfangen sich viele Pollen und sorgen so auch bei Nacht für allergische Reaktionen.

  • Legen Sie Ihre getragene Kleidung nicht im Schlafraum ab, auch dort haften viele Pollen an.

  • Lüften Sie möglichst nach einem kurzen Regenschauer oder in pollenflug-armen Zeiten. In der Stadt sind abends die Pollenkonzentrationen besonders hoch, auf dem Land vor allem morgens. Daher sollten Sie in der Stadt morgens zwischen 6 und 8 Uhr und in ländlichen Gebieten abends nach 19 Uhr lüften.

  • Brillenträger sollten regelmäßig Gläser und Brillengestell reinigen.

  • Ihr Staubsauger sollte einen speziellen Feinstaubfilter enthalten. Auch sollte die Filtertüte mindestens alle zwei Wochen ausgetauscht werden. Wenn es sich vermeiden lässt, sollte der Allergiker nicht selber saugen und möglichst nicht anwesend sein, wenn gesaugt wird.

  • Damit Sie auch hinterm Lenkrad einen klaren Kopf behalten, sind die meisten Autos mit einem Pollenfilter ausgestattet. Er hält den Fahrzeuginnenraum "sauber" und sollte alle ein bis zwei Jahre gewechselt werden. Autos, die bisher keinen Pollenfilter besitzen, können im Fachhandel nachgerüstet werden.


Wie immer beraten wir Sie bei Fragen gerne in unserer Tiroler Adler Apotheke.

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