Kontakt
Newsletter
Apotheke zum Tiroler Adler
Museumstr. 18
A-6020 Innsbruck

Tel.: 0512/7227-1
Fax: 0512/7227-6

info@apotheke-fischer.at
FEBER: Schmerz - ein wichtiges Warnsignal

Viele sind betroffen und doch ist es eine sehr subjektive Sinneswahrnehmung – Schmerz. Es handelt sich um eine sehr komplexe Angelegenheit, ein Wechselspiel zwischen psychischen, biologischen und sozialen Faktoren.

Was versteht man unter Schmerz?

Die Empfindung Schmerz ist eine subjektive Wahrnehmung, die nicht alleine von den neuronalen Signalen aus den Schmerznervenfasern an das Gehirn bestimmt wird. Vielmehr sorgen Filterprozesse unseres Zentralnervensystems dafür, dass eine körperliche Schädigung nicht zwangsläufig zu Schmerz führt (z. B. werden Verletzungen während eines Verkehrsunfalls oft nicht bemerkt) und umgekehrt Schmerzen auch ohne körperliche Schädigung bestehen können (z. B. Phantomschmerz). Schmerz ist demnach das, was der Patient als solchen empfindet.



Schmerzarten

Häufig sind Schmerzen eine Begleiterscheinung zu anderen Erkrankungen wie einer Erkälung, Grippe, einem Knochenbruch oder Ähnlichem und sind meist harmlos. Diese sogenannten akuten Schmerzen stellen eine wichtige Warnfunktion dar und verschwinden meist mit der Behandlung der Ursache.

Doch kommt es vor, dass Schmerzgeschehen chronisch werden und ein komplexes Krankheitsbild mit sich bringen welches auch entsprechend behandelt werden muss. Eine Vielzahl von Schmerzsyndromen sind bekannt – von Kopfschmerzen über Arthritis bis hin zu Myofaszienschmerzen.

Kopfschmerzen

Zwei Arten von Kopfschmerz können chronische Schmerzen verursachen – Migräne und Spannungskopfschmerz. Beides können Sie unter der Rubrik "Aktuelles" in einem eigenen Thema nachlesen.

Arthritis

Dabei handelt es sich um einen sehr weitläufigen Begriff für mehr als 100 verschiedene Zustände. Symptome wie Schmerz, Steifheit und Schwellung der Gelenke und eine tendenzielle Verschlechterung im Alter sind deren Kennzeichen. Man geht davon aus, das erbliche Komponenten sowie Stress und emotionale Faktoren eine große Rolle spielen.

Lower Back Pain

Er wird meist durch eine akute Verrenkung oder Verstauchung ausgelöst, kann aber auch als Symptom einer Infektion, von Krebs oder einer degenerativen Erkrankung auftreten.

Myofascial Pain

Dieser diffuse Schmerz tritt häufig an Schultern, Genick und Kopf auf und es ist möglich, dass er aus einem schwachen muskulären Trauma oder einer Verrenkung entsteht. Es handelt sich um ein Schmerzsyndrom ohne bekannte Ursache.


Wie können Schmerzen behandelt werden?

Bei der Behandlung von chronischen Schmerzuständen ist es wichtig in speziellen Ambulanzen und Kliniken mit Spezialisten eine individuelle Therapie zu erarbeiten. Die folgende Aufzählung soll nur einen groben Überblick darstellen über welche Wege. die Schmerzempfindung medikamentös beeinflusst werden kann.

Beseitigung der Noxe (des „Schmerzauslösers):

hierbei wird mit Hilfe von Glucocorticoide und nichtsteroidale Antirheumatika die Entzündung gehemmt. Spasmolytika und Metamizol heben schmerzhafte Verkrampfungen der glatten Muskulatur auf und Nitrate und Molsidomin erweitern die arteriellen Gefäße, verbessern z.B. die Herzdurchblutung und können den Ischämie-Schmerz aufheben.

Beeinflussung der Schmerzrezeptoren:

Lokalanästhetika betäuben die Schmerzrezeptoren und Nicht-Opioid-Analgetika setzen die Sensibilität der Schmerzrezeptoren herab.

Unterbrechung der Schmerzweiterleitung:

Lokalanästhetika unterbrechen die Weiterleitung von Schmerzimpulsen in peripheren Nerven (Leitungsanästhesie) und zentralen Nervenbahnen (Rückenmarksanästhesie).

Hemmung der Schmerzimpulse:

Opioidanalgetika hemmen die Weiterleitung von Schmerzimpulsen im Rückenmark und Gehirn (Thalamus) durch Unterstützung der absteigenden hemmenden Bahnen.

Beeinflussung der Schmerzverarbeitung:

Psychopharmaka (Sedativa wie Antidepressiva, Benzodiazepine und Neuroleptika) beeinflussen die Schmerzverarbeitung im Gehirn.

Die WHO empfiehlt zur Schmerztherapie ein Vorgehen in drei Stufen, das ursprünglich für die Tumortherapie entwickelt wurde. Beginnend mit dem Therapieschema der Stufe 1 kann bei unzureichender Wirksamkeit das Schema bis zur Stufe 3 gesteigert werden.

o Stufe 1: Nicht-Opioid-Analgetikum
o Stufe 2: Schwaches Opioid oder Kombination mit Nicht-Opioid-Analgetikum
o Stufe 3: Starkes Opioid, eventuell Kombination mit Nicht-Opioid-Analgetikum


Wie immer beraten wir Sie auch zu diesem Thema gerne in unserer Tiroler Adler Apotheke!
  Zurück
Nach oben  
Kundenkarte
Mit unserer Kundenkarte genießen Sie weitere, zahlreiche Vorteile!

 Mehr dazu
Umfrage
Archiv
Wie gefällt Ihnen unsere Homepage?
Sehr gut
Gut
Mittelmäßig
Nicht gut
Nachtdienstkalender
Schnell und unkompliziert zur richtigen Adresse!
© Fischer KEG, 2012. Alle Rechte vorbehalten. Bitte beachten Sie unser Impressum.
powered by    
DHTML Menu By Milonic JavaScript